Für Vergabestellen

Ein DMS ausschreiben

Was ins Leistungsverzeichnis gehört, welche Eignungskriterien tragen und welche Klausel am häufigsten fehlt. Geschrieben für Kolleginnen und Kollegen, die eine Vergabe vorbereiten – nicht als Werbung für uns.

Vier Punkte, an denen DMS-Vergaben scheitern

Nicht am Preis, sondern an Anforderungen, die zu spät gestellt wurden.

Datenschutz und Betriebsort

Fordern Sie: Serverstandort ausschließlich EU, benannte Unterauftragnehmer, AV-Vertrag nach Art. 28 DSGVO, Löschkonzept mit Fristen.

Ein Anbieter mit US-Mutterkonzern kann trotz EU-Rechenzentrum dem CLOUD Act unterliegen. Fragen Sie den Konzernsitz ab, nicht nur den Serverstandort.

Revisionssicherheit

Fordern Sie: Unveränderbare Ablage, lückenloses Protokoll aller Zugriffe, Aufbewahrungsfristen je Dokumentart, Exportformat für die Prüfung.

Die technischen Funktionen allein genügen nicht — verlangen Sie die Herstellerangaben zur Verfahrensdokumentation gleich mit.

Losbildung

Fordern Sie: Lizenzen, Hosting, Migration und Schulung getrennt ausschreiben.

Ein Vollvertrag über fünf Jahre bindet Sie an einen Anbieter. Getrennte Lose erhalten den Wettbewerb und senken das Risiko beim Wechsel.

Exit und Datenexport

Fordern Sie: Vollexport in offenen Formaten, Frist und Kosten vertraglich fixiert, Herausgabe der Metadaten und Ordnerstruktur.

Ohne diese Klausel wird der Wechsel zum Vergabehindernis — und die nächste Ausschreibung zur Formsache.

Checkliste zum Mitnehmen

Unser Leitfaden für DMS-Vergaben enthält die Kriterien als Prüfraster, inklusive Souveränitätsmatrix und Formulierungshilfen für die Leistungsbeschreibung.

Zur OZG-2.0-Checkliste für DMS-Vergaben

Häufige Fragen zur DMS-Ausschreibung